Schlagwort Geschichte

Wege der Jakobspilger in Westfalen

01.06.2015 Ulrike Steinkrüger

Bereits im 10. Jh. ist der erste deutsche Jakobspilger bekannt, und 1174/75 machte sich aus Westfalen z.B. Bischof Anno von Minden auf den weit entfernten Weg nach Santiago. Spuren weiterer Pilger, die aus oder durch Westfalen zum Grab des Jakobus gepilgert sind, finden sich in der Region: Dies sind z.B. …

Die Entwicklung des Brauereiwesens in Westfalen

05.01.2015 Alexander Altemeyer

Dass Deutschland mit seinen über 1.300 Braustätten zu den größten Bierproduzenten der Welt zählt, ist kein Geheimnis. Dabei lag NRW im Jahr 2014 mit 22,1 Mio. Hektolitern Gesamtbierabsatz deutschlandweit nach Bayern (23,1 Mio.) an zweiter Stelle. Einen bedeutenden Anteil daran hat der Landesteil Westfalen, der neben einer Reihe kleiner und …

Jugendherbergen in Westfalen – zwischen Kontinuität und Wandel

01.01.2014 Markus Quast

Seit über 100 Jahren können junge Menschen auf preiswerte und attraktive Art und Weise verreisen: Das weltweite Netz der Jugendherbergen umfasst heute mehr als 4.500 Häuser. Bemerkenswert ist, dass die weltumspannende Idee des Jugendwanderns seinen Anfang im westfälischen Altena nahm. Im Sommer 1909 geriet der Volksschullehrer Richard Schirrmann bei einer …

Wallfahrtsorte in Westfalen

01.01.2014 Peter Wittkampf

Schon im Mittelalter brachten Pilger Kreuzpartikel mit nach Mitteleuropa, wo dann diese Reliquien an den entsprechenden Aufbewahrungsstätten Bedeutung für die Förderung des Glaubens und der Religiosität erlangten. In Westfalen entwickelten sich die frühesten Wallfahrtsorte zumeist entweder dadurch, dass eine Kreuzpartikel dorthin gelangt war, oder als Wirkungs- bzw. Sterbeort eines heiligmäßigen …

LEADER-Projekt: Brilon-Wald – Dorfentwicklung, aber wie?

01.01.2014 Meinolf Rohleder

Der etwa 8 km südlich des Kerns der alten Hansestadt Brilon liegende Ortsteil Brilon-Wald gehört zu den sechs im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens 2011 ausgewählten "Modelldörfern" des Projektvorhabens "Dörfer im Aufwind" in der LEADER-Region Hochsauerland. Anders als die anderen fünf Modelldörfer in der LEADER-Region hat Brilon-Wald eine andere "Dorfgeschichte", die erst …

Der Kurfürstliche Tiergarten in Arnsberg

01.01.2013 Reinhard Köhne

In der engen Flussschleife der Ruhr bei Arnsberg-Obereimer liegt das Waldnaturschutzgebiet "Herbreme". Hier überwiegen Braunerden und tonige Gleyböden. Der darauf stockende Buchen-Eichenhochwald mit seinen markanten Altbäumen macht den Eindruck eines naturnahen Laubwaldes, einer unberührten Wildnis. Schriftliche Quellen und Kleinstrukturen im Gelände liefern indessen Indizien für erhebliche Umnutzungen in der Vergangenheit...

Die Emscher bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

01.01.2012 Peter Wittkampf

Im Zuge der Nordwanderung des Steinkohlebergbaus, der Industrialisierung und der enormen Bevölkerungszunahme seit der zweiten Hälfte des 19. Jh.s wurde der Emscherraum zu einer Kernzone des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Die Abwässer aus dem Bergbau, der Industrie und den Städten ließen die in die Emscher mündenden Bäche, die Emscher selbst und die …

Der Schieferbergbau im südwestfälischen Bergland

01.01.2012 Reinhard Köhne

Die Dachschiefervorkommen konzentrieren sich im Sauerland auf den Raum Nuttlar/Antfeld, Bad Fredeburg, Hallenberg und das Biggetal südlich von Attendorn. Im Siegerland war der Bereich Raumland im Edertal bei Bad Berleburg bedeutsam. Anfangs wurden die Schiefervorkommen im Tagebau in Form von "Schieferkuhlen" angegraben. Später erfolgte die Gewinnung im Untertagebau mit Stollen …

Römisch-germanische Bleiwirtschaft in Westfalen

01.01.2010 Reinhard Köhne

Am Südrand der Westfälischen Bucht liegen zwei natürliche Rohstoffvorkommen nur etwa 25 km auseinander, die in der Wirtschaftsgeschichte schon in der Römischen Kaiserzeit in einen technologischen Verbund eintraten. Neben den Solequellen im Hellweggebiet hat sich im südlich angrenzenden Süderbergland Bleiglanz hydrothermal niedergeschlagen. Nach diversen Funden von Bleiobjekten aus dem 1. …

Stilllegungen von Eisenbahnstrecken in Westfalen

01.01.2010 Christian Hübschen

Vergleicht man das heutige Eisenbahn-Stre­ckennetz mit älteren Karten aus den 1920er bis 1950er Jahren, fällt auf, dass eine deutliche Netzreduzierung stattgefunden hat, die sich vor allem im ländlichen Raum widerspiegelt. Grob gesagt, hat sich die Erschließung Westfalens durch die Eisenbahn wieder auf den Stand von etwa 1885 reduziert...