Schlagwort Geschichte

Die Entwicklung des westfälischen Eisenbahnnetzes von 1885 bis 2009

01.01.2010 Christian Hübschen

Die Verstaatlichung der Eisenbahnen ab 1880 schuf die Voraussetzungen für einen planmäßigen Netzaus- und -umbau unter einheitlicher Lenkung und Verwaltung, der vor allem im Ruhrkohlengebiet dringend erforderlich war. Neben dem weiteren Ausbau standen die Neuordnung des Schienenverkehrs, die Zusammenlegung vormals konkurrierender Bahnhöfe zu "Centralbahnhöfen" und die Beseitigung unzähliger Kreuzungen mit …

Die Entstehung des westfälischen Eisenbahnnetzes bis 1885

01.01.2010 Lisa Tschorn

Mit der Inbetriebnahme der Köln-Mindener Eisenbahn begann 1847 auch in Westfalen das Eisenbahnzeitalter. In den folgenden Jahrzehnten kamen zahlreiche weitere Strecken hinzu und ließen ein dichtes Netz entstehen. Weite Teile dieses Streckennetzes werden noch heute von Zügen befahren, und mancher Reisende mag sich über die "undurchdachte" Streckenführung wundern, ohne sich …

Die Orgellandschaft in Westfalen und angrenzenden Regionen im 16. Jh.

01.01.2010 Vera Lüpkes

Dass die Orgellandschaft in Westfalen-Lippe sehr reich ist, belegen zahlreiche erhaltene Instrumente, die schwerpunktmäßig im 18. und 19. Jh. entstanden. Von den Impulsgebern dieser blühenden Kultur und deren Anfängen haben wir jedoch nur eine diffuse Vorstellung. Um das Bild zu schärfen, wird im vorliegenden Beitrag der Aktionsradius einer Orgelbauerwerkstatt des …

Die Hochheide ''Neuer Hagen'' am sauerländischen Rothaarsteig

01.01.2009 Reinhard Köhne

Zwischen Winterberg-Küstelberg und Olsberg-Bruchhausen durchquert der Rothaarsteig bei Winterberg-Niedersfeld das ausgedehnte Naturschutzgebiet "Neuer Hagen". Der Kammweg auf der Wasserscheide zu Rhein und Weser ermöglicht ungestörte Fernblicke auf die umliegenden Höhenzüge des Astengebirges und des Willinger Uplandes...

Ortswüstungen in Westfalen

01.01.2009 Rudolf Bergmann

Wesentlichen Einfluss auf das Wüstungsgeschehen in Westfalen hatte die Pestepidemie des Jahres 1349, der eine Phase von Missernten und Hungersnöten vorausging. Diese Ereignisse lösten einen enormen Bevölkerungsrückgang aus. Aufgrund der sehr verschiedenartigen naturgeographischen Ausstattung der Agrarräume setzten Bevölkerungsbewegungen ein, die von Ungunsträumen in Richtung naturräumlich besser ausgestatteter Räume verliefen...

Schloss Brake – der Wandel vom Naturraum zum lippischen Regierungssitz

01.01.2009 Vera Lüpkes

So artifiziell das Schlossareal Brake heute erscheint, so "brach" lag es noch vor 800 Jahren, und bot dennoch gutes Siedlungspotenzial: Die Bega mäandrierte durch ein waldreiches Tal, nach Norden und Süden durch die sanft auf 130 Meter ansteigenden Hügel Bieberg und Holsterberg geschützt. Löss lagerte nur dünn an der Oberfläche, …

Hofwüstungen im Münsterland

01.01.2009 Rudolf Bergmann

Hofwüstungen zu lokalisieren, grenzt nahezu an die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Denn die flächendeckend zu begehenden Areale sind oft mehrere ha, hingegen die Fundareale meist nur 30 x 30 m² bis 50 x 50 m² groß. Dem ursprünglichen siedlungsgeographischen Forschungsstand zufolge sind das Münsterland und mit ihm …

"-heim"-Orte: Strukturelemente einer karolingischen Siedlungspolitik

01.01.2009 Rudolf Bergmann

Bestimmte Orte mit dem Siedlungsnamengrundwort "-heim" weisen in Westfalen ein auffälliges Verbreitungsmuster auf: Es sind Siedlungen, deren Ortsname eine Richtungsangabe enthält oder aus topografischen Merkmalen entlehnt ist. Räumlich sind bzw. waren derartige ländliche Siedlungen um einen Ort mit im Mittelalter herausgehobener Zentralitätsfunktion gruppiert, und sie bilden ferner Siedlungsinseln aus. Auffällig …

Historische Stadtstruktur und neue städtische Funktionen – ein Rundgang durch die Altstadt von Lemgo

01.01.2009 Winfried Meschede

Die mittelalterliche Stadt Lemgo kann man mit den Begriffen fürstliche Gründungsstadt mit planmäßiger Erweiterung und Fernhandelsstadt mit Zugehörigkeit zur Hanse charakterisieren. Lemgo wurde kurz nach 1190 von Bernhard III. zur Lippe gegründet. Hauptziel der nach dem Sturz Heinrich des Löwen 1180 einsetzenden zahlreichen fürstlichen Stadtgründungen war die Förderung von Handel …

Historische Glaserzeugung in Westfalen

01.01.2009 Rudolf Bergmann

Rund 50 Glashütten haben in Westfalen im Zeitraum vom Mittelalter bis um 1750 bestanden. Sie sind oftmals nur für kurze Zeit betrieben worden, zumeist bis die Holzvorräte im erreichbaren Umfeld aufgebraucht waren. Das waldreiche Weserbergland gehörte zu einer "Großregion" der Glasherstellung, die sich über angrenzende Räume Nordhessens und Südostniedersachsens erstreckte...